Brief an die Stakeholder

Liebe Leser*innen,

hiermit präsentieren wir den Nachhaltigkeitsbericht von Padana Tubi für das Jahr 2025.

Damit setzen wir unseren vor fünf Jahren begonnenen Weg der Berichterstattung in Bezug auf die Auswirkungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung fort.

Geopolitische Ereignisse und gesetzliche Maßnahmen haben die Wirtschaftsentwicklung des Jahres weltweit beeinflusst und die Stahlindustrie auf verschiedene Weise beeinflusst.

Der Beginn der erneuten Präsidentschaft von Donald Trump in den Vereinigten Staaten hat zunächst zu einer ausnahmslosen Wiedereinführung der Zölle auf importierten Stahl in Höhe von 25 % und kurz darauf zu einer Erhöhung auf 50 % geführt, die immer noch in Kraft ist.

Im März hat die Europäische Union den lang erwarteten „Action Plan on Steel and Metals“ präsentiert, der einige Richtlinien für die Wiederbelebung der Stahlindustrie als strategische Branche des Kontinents darlegt.

Der Plan basiert auf einigen relevanten Themen: Zugang zu nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Energiequellen, CBAM-Mechanismus, um dem Phänomen des „Carbon Leakage“ entgegenzuwirken, Überarbeitung der Schutzkontingente zum Schutz vor Einfuhren aus Drittländern, Förderung der Kreislaufwirtschaft und schrottbasierter Prozesse, finanzielle Anreize für Projekte der Dekarbonisierung, Schutz von Arbeitsplätzen. Obwohl der Plan im Prinzip lobenswert ist, fehlen dennoch bis heute konkrete und wirksame Maßnahmen.

Ebenfalls zu Beginn des Jahres 2025 hat die Europäische Kommission das sogenannte Omnibus-Paket verabschiedet, das einige Änderungen zu den CSRD- und CSDDD-Richtlinien (Corporate Sustainability Reporting Directive und Corporate Sustainability Due Diligence Directive) sowie einen Aufschub für ihre Anwendung enthält.

Durch diese Änderungen und ihre Umsetzung ins italienische Recht gehört Padana Tubi nicht mehr zu der Gruppe der Unternehmen, die zu einer ESG-Berichterstattung verpflichtet sind.

Nichtsdestotrotz haben wir uns im Bewusstsein der strategischen Bedeutung dieser Themen und im Rahmen einer transparenten Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern dafür entschieden, die Veröffentlichung des Berichts in Übereinstimmung mit den GRI.5-Standards nicht einzustellen.

Die CBAM-Norm, die zu Beginn des Jahres 2026 vollumfänglich in Kraft getreten ist, ist zwar aufgrund ihrer Absicht, Technologien mit geringen Umweltauswirkungen zu fördern, positiv zu bewerten, sie ist jedoch nicht nur aufgrund des Verwaltungsaufwands komplex. Es fehlen auch Durchführungsverordnungen sowie Klarheit in Bezug auf die realen Kosten, mit denen Importeure belastet werden und es scheint an einer Lieferkettenvision zu mangeln, die nötig wäre, um die tatsächliche Wirksamkeit der Maßnahme zu gewährleisten.

Dass der Mechanismus auch auf geschweißte Rohre (nicht nur auf Coils) angewendet wird, kann jedoch auch für unsere Produktion eine Schutzwirkung entfalten.

Was das Unternehmen selbst angeht, ist festzuhalten, dass im Laufe des Jahres entschieden wurde, eine Erweiterung des Standortes in Via Roncaglio um 8.000 m2 vorzunehmen, um die Lagerkapazität für Produkte aus Kohlenstoffstahl zu erhöhen. Der Abschluss der Verwaltungsprozedur für den Beginn der Bauarbeiten ist für das Jahr 2026 vorgesehen.

Zudem wurden die Arbeiten für die Modernisierung beziehungsweise den Austausch von einigen Coils-Schnittlinien eingeleitet, wobei die Verbesserung der Sicherheitsbedingungen wie gewohnt im Mittelpunkt steht.

In der neuen Halle für Edelstahl wurde die Installation der Anlagen abgeschlossen. Sowohl die Schnitt- als auch die Profillinie haben die ersten Tests zur Inbetriebnahme erfolgreich absolviert und im Laufe des Jahres 2026 sollte sich ihr Output allmählich stabilisieren.

Die bestehenden Zertifizierungen für Organisation und Produkte wie ISO 9001, ISO 45001, ISO 14001, ISO 14064 sowie EPD für alle Produktfamilien wurden erneuert und aufrechterhalten. Zudem wurde die Zertifizierung nach ISO 50001 für Energieeffizienz erlangt.

Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung und im Rahmen spezifischer Unternehmensinitiativen, die noch im Detail erläutert werden, wird den Themen Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz weiterhin große Aufmerksamkeit gewidmet.

Im Geschäftsjahr 2025 hat das Unternehmen erneut beste finanzielle Ergebnisse erzielt, die die Nachhaltigkeit seines wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Modells und den Wert seiner Beziehungen in Zahlen zum Ausdruck bringen.

Offen für jede Anregung Ihrerseits, wünschen wir Ihnen nun eine angenehme Lektüre.

Familie Alfieri

Stakeholders

Integration der ESG-Themen: Vision und Maßnahmen

In den vergangenen Jahren hat die Stahlbranche eine bedeutende Entwicklung vollzogen, die eine wachsende Aufmerksamkeit im Hinblick auf ökologische und soziale Aspekte sowie Aspekte der Unternehmensführung (ESG) im Zusammenhang mit den Produktionsprozessen beinhaltet. Die Investitionen in diesem Bereich befinden sich im Wachstum und betreffen die gesamte Lieferkette.

Vor diesem Hintergrund hat Padana Tubi die ESG-Themen in seine Unternehmensstrategie integriert und eine Entwicklung angestoßen, die sich auch in den betrieblichen Entscheidungen und den verwendeten Instrumenten äußert. Die Veröffentlichung des fünften Nachhaltigkeitsberichts ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg und ein Instrument zum Teilen der Informationen mit den Stakeholdern.

Die Strategien und wichtigsten Unternehmensentscheidungen sind Teil einer mittel- bis langfristigen Vision, die sich in Maßnahmen in verschiedenen Bereichen niederschlägt:

  • Zertifizierungen von Management- und Produktsystemen;
  • Emissionsüberwachung und Energieverbrauchsmanagement durch Mess- und Analyseinstrumente;
  • Quantifizierung der Umweltauswirkungen;
  • Wertschätzung der Menschen durch Kompetenzentwicklung und berufliches Wachstum.

Dieser Ansatz definiert, wie Padana Tubi in den verschiedenen Unternehmensbereichen seine Entscheidungen in greifbare Ergebnisse umsetzt.

Identifizierung von Nachhaltigkeitsfragen mit doppelter Wesentlichkeit